Sozialethik und Schlagwort "Nachhaltigkeit" verkaufen sich gut.
Wenn Nestlé plant, über die nächsten zehn Jahre 70 Millionen Euro in nachhaltigen Anbau, robustere Pflanzen und die Schulung der Bauern zu investieren, steckt hinter der Selbstverpflichtung reiner Selbstzweck:...
Schließlich ist der Konzern groß geworden mit selbstauflösendem NES-Café, was soviel bedeutet wie "kein Kaffee" oder -> Kaffeersatz! So entpuppt sich auch die sogen. "Zertifizierung" als Self-Labeling, im Klartext als: zynischer ETIKETTENSCHWINDEL
Barbarella Van Dollhuizen
12.01.2010
01:03
vom Kaffeersatz zum Fairnessersatz
Genau so ist es Antonius! Die Krake Nestlé sorgt erst mit Milchersatz für das Verschwinden echter Milch, dann sorgt sie mit Kaffeeersatz für das Verschwinden echten Kaffees. Jetzt sorgt sie mit fairtrade-self-labeling für das endgültige Verschwinden von Fairness. Was der Konzern anstrebt ist offen ausgesprochen: Das Monopol über die WASSER-Ressourcen der Erde. ...
Die Privatisierungsstrategie der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist Ausdruck der zunehmenden Fusion von Entwicklungshilfe und Wirtschaftsförderung. Das Werben des Entwicklungsministeriums um Partnerschaften mit der Privatwirtschaft und die deutschen (sc Industrieinteressen am globalen Wassermarkt kommen sich hier entgegen.
In der beschleunigten Proliferation von Public Private Partnerships schlägt sich daneben das neoliberale Staatsverständnis des Entwicklungsministeriums nieder. Danach habe sich der Staat aus der Versorgungstätigkeit zurückzuziehen und auf Rahmenplanung und Regulierung zu beschränken.
Peter Brabeck, ab 1997 Konzernchef der Nestlé Gruppe, dem weltweit größten Lebensmittelkonzern und seit 2005 auch Präsident des Verwaltungsrates ist der Ansicht, dass Wasser ein Marktwert gegeben werden sollte, damit die Konsumenten diesen Wert auch zu schätzen lernen:
[...] Also Wasser ist natürlich das wichtigste Rohmaterial, das wir heute noch auf der Welt haben. Es geht darum, ob wir die normale Wasserversorgung der Bevölkerung privatisieren oder nicht. Und da gibt es zwei verschiedene Anschauungen. Die eine Anschauung ? extrem, würde ich sagen ? wird von einigen, von den NGOs vertreten, die darauf pochen, dass Wasser zu einem öffentlichen Recht erklärt wird. Das heisst, als Mensch sollen Sie einfach das Recht haben, Wasser zu haben. Das ist die eine Extremlösung. Und die andere, die sagt, Wasser ist ein Lebensmittel; so wie jedes andere Lebensmittel sollte das einen Marktwert haben. Ich persönlich glaube es ist besser, man gibt einem Lebensmittel einen Wert, so dass wir alle bewusst sind, dass das etwas kostet. Und dann anschließend versucht, dass man, mehr spezifisch, für diesen Teil der Bevölkerung, der keinen Zugang zu diesem Wasser hat, dass man dort etwas spezifischer eingreift und da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten."
Die Hinzuziehung der Gentechnologie sieht der Manager als Notwendigkeit an, da nur diese der willkürlichen Natur etwas entgegen setzen kann. Er sieht seine größte soziale Verantwortung darin, die profitable Zukunft und finanzielle Sicherheit seiner Firma zu gewährleisten. Probleme wie Wassermangel und Hungersnot sieht er als lösbare Probleme an und spricht sich für ein positives Zukunftsdenken aus.
frigline nimmersatt
20.01.2010
22:29
Luft als "Lebensmittel" mit bestimmtem Wert...
nicht nur Wasser, auch Luft ist ein Lebensmittel. Leider lässt sich das Einatmen noch nicht so gut rationieren und Kontrollieren. Die Tendenzen sind aber durchaus vergleichbar, schaut man sich die Verteilung von guter und belasteter Luft auf die Bevölkerungsschichten an. Zugang zu unbelasteter Luft wird noch deutlicher als bereits jetzt der Fall ein Privileg der Reichen werden....
Labeling
Sozialethik und Schlagwort "Nachhaltigkeit" verkaufen sich gut. Wenn Nestlé plant, über die nächsten zehn Jahre 70 Millionen Euro in nachhaltigen Anbau, robustere Pflanzen und die Schulung der Bauern zu investieren, steckt hinter der Selbstverpflichtung reiner Selbstzweck:... Schließlich ist der Konzern groß geworden mit selbstauflösendem NES-Café, was soviel bedeutet wie "kein Kaffee" oder -> Kaffeersatz! So entpuppt sich auch die sogen. "Zertifizierung" als Self-Labeling, im Klartext als: zynischer ETIKETTENSCHWINDEL
vom Kaffeersatz zum Fairnessersatz
Genau so ist es Antonius! Die Krake Nestlé sorgt erst mit Milchersatz für das Verschwinden echter Milch, dann sorgt sie mit Kaffeeersatz für das Verschwinden echten Kaffees. Jetzt sorgt sie mit fairtrade-self-labeling für das endgültige Verschwinden von Fairness. Was der Konzern anstrebt ist offen ausgesprochen: Das Monopol über die WASSER-Ressourcen der Erde. ...
Privatisierung der "Entwicklungshilfe"
Die Privatisierungsstrategie der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist Ausdruck der zunehmenden Fusion von Entwicklungshilfe und Wirtschaftsförderung. Das Werben des Entwicklungsministeriums um Partnerschaften mit der Privatwirtschaft und die deutschen (sc Industrieinteressen am globalen Wassermarkt kommen sich hier entgegen.
In der beschleunigten Proliferation von Public Private Partnerships schlägt sich daneben das neoliberale Staatsverständnis des Entwicklungsministeriums nieder. Danach habe sich der Staat aus der Versorgungstätigkeit zurückzuziehen und auf Rahmenplanung und Regulierung zu beschränken.
Wasser als wichtigstes Rohmaterial der Erde...
Peter Brabeck, ab 1997 Konzernchef der Nestlé Gruppe, dem weltweit größten Lebensmittelkonzern und seit 2005 auch Präsident des Verwaltungsrates ist der Ansicht, dass Wasser ein Marktwert gegeben werden sollte, damit die Konsumenten diesen Wert auch zu schätzen lernen: [...] Also Wasser ist natürlich das wichtigste Rohmaterial, das wir heute noch auf der Welt haben. Es geht darum, ob wir die normale Wasserversorgung der Bevölkerung privatisieren oder nicht. Und da gibt es zwei verschiedene Anschauungen. Die eine Anschauung ? extrem, würde ich sagen ? wird von einigen, von den NGOs vertreten, die darauf pochen, dass Wasser zu einem öffentlichen Recht erklärt wird. Das heisst, als Mensch sollen Sie einfach das Recht haben, Wasser zu haben. Das ist die eine Extremlösung. Und die andere, die sagt, Wasser ist ein Lebensmittel; so wie jedes andere Lebensmittel sollte das einen Marktwert haben. Ich persönlich glaube es ist besser, man gibt einem Lebensmittel einen Wert, so dass wir alle bewusst sind, dass das etwas kostet. Und dann anschließend versucht, dass man, mehr spezifisch, für diesen Teil der Bevölkerung, der keinen Zugang zu diesem Wasser hat, dass man dort etwas spezifischer eingreift und da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten." Die Hinzuziehung der Gentechnologie sieht der Manager als Notwendigkeit an, da nur diese der willkürlichen Natur etwas entgegen setzen kann. Er sieht seine größte soziale Verantwortung darin, die profitable Zukunft und finanzielle Sicherheit seiner Firma zu gewährleisten. Probleme wie Wassermangel und Hungersnot sieht er als lösbare Probleme an und spricht sich für ein positives Zukunftsdenken aus.
Luft als "Lebensmittel" mit bestimmtem Wert...
nicht nur Wasser, auch Luft ist ein Lebensmittel. Leider lässt sich das Einatmen noch nicht so gut rationieren und Kontrollieren. Die Tendenzen sind aber durchaus vergleichbar, schaut man sich die Verteilung von guter und belasteter Luft auf die Bevölkerungsschichten an. Zugang zu unbelasteter Luft wird noch deutlicher als bereits jetzt der Fall ein Privileg der Reichen werden....